Vertrauen in Medien steigt – IFAK erhebt Studie für die Uni Mainz

K. H.Media & Communication

Für die Studie „Medienvertrauen in Deutschland“ für das Institut für Publizistik der Universität Mainz hat IFAK 1.200 Menschen im November und Dezember 2017 ab 18 Jahren befragt.

Der aktuellen Studie zufolge ebbt die Lügenpresse-Hysterie ab. Das liege unter anderem an der Debatte über die Arbeitsweise von Journalisten, sagte Nikolaus Jackob, Mitglied einer Forschergruppe der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, die das Medienvertrauen langfristig untersucht.“Durch die Diskussion haben Journalisten immer häufiger angeboten, ihre Arbeit zu erklären“, sagte Jackob. „Dieser Moment des Hosen-Runterlassens war gar nicht schlecht. Wir sehen einen echten Debatteneffekt.“

Medienvertrauen steigt von 28 Prozent auf 42 Prozent
Die Medienwissenschaftler der Uni Mainz und IFAK fragten zum Beispiel, wie sehr Medien bei der Berichterstattung über „wirklich wichtige Dinge“ wie Umweltprobleme, Gesundheitsgefahren und politische Skandale vertraut werde. Im Jahr 2015 sagten 19 Prozent „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“, 2016 waren es sogar 22 Prozent. Dagegen antworten 2017 nur 17 Prozent so. In den vergangenen beiden Jahren wuchs außerdem die Zahl der Menschen, die sagten, man könne den Medien „eher“ oder „voll und ganz“ vertrauen, von 28 Prozent auf 42 Prozent.

Öffis und Tageszeiten wird besonders häufig vertraut
Dabei differenzieren die Befragten laut der Studie deutlich, welchem Medium sie wie stark vertrauen. Etwa zwei Drittel erklärten in den vergangenen beiden Jahren, sie hielten das öffentlich-rechtliche Fernsehen und die Tageszeitungen für „sehr vertrauenswürdig“ oder „eher vertrauenswürdig“. „Einen regelrechten Vertrauenssturz hat dagegen das Internet erlebt“, erklärten die Forscher. Nur noch 10 Prozent hielten Internet-Angebote im Allgemeinen zuletzt für glaubwürdig.

Mehr Informationen zur Studie finden Sie in diesen aktuellen Artikeln.

Focus: Lügenpresse-Hysterie ebbt ab: Deutsche haben wieder mehr Vertrauen in die Medien

Tagesspiegel: Deutsche vertrauen Medien wieder stärker

Allgemeine Zeitung Mainz: Publizistik-Dozent Nikolaus Jackob sagt in Mainz: Die Mehrheit glaubt das, was Medien berichten

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