Wie Frankfurt seinen neuen Mietspiegel bekommt – und wir mittendrin sind
Wer in Frankfurt eine Wohnung sucht, stößt schnell auf die Frage: Ist die verlangte Miete eigentlich fair? Genau hier kommt der Mietspiegel ins Spiel. Er ist so etwas wie der Kompass für den Wohnungsmarkt: Er zeigt, welche Miete in einer Stadt üblich ist, macht Preisentwicklungen nachvollziehbar und sorgt für Transparenz zwischen Mietern und Vermietern.
Damit dieser Kompass auch zuverlässig funktioniert, braucht es Daten – sehr viele Daten. Und genau da sind wir als Marktforscher gefragt.
13.000 Frankfurter werden befragt
Seit einigen Wochen läuft in Frankfurt die große Mietspiegelerhebung 2026. Rund 13.000 zufällig ausgewählte Haushalte haben Post bekommen. Zuerst füllen die Befragten einen kurzen Online-Fragebogen aus. Damit wird geprüft: Ist die Wohnung für den Mietspiegel überhaupt relevant?
Wenn ja, kommt der zweite Schritt: Einer unserer 30 geschulten Interviewer oder Interviewerinnen führt ein persönliches Gespräch durch. Dabei werden alle wichtigen Merkmale der Wohnung erfasst – von Baujahr und Größe bis zur Ausstattung.
Warum das Ganze?
Der Mietspiegel ist weit mehr als eine Zahlentabelle. Der Mietspiegel ist ein zentrales Instrument, das für Transparenz und Fairness am Wohnungsmarkt sorgt:
Orientierung für Mieter und Vermieter: Er zeigt, welche Miete für eine vergleichbare Wohnung ortsüblich ist.
Rechtssicherheit: Vermieter können Mieterhöhungen rechtlich korrekt begründen, Mieter haben eine nachvollziehbare Grundlage zur Überprüfung.
Schutz vor überhöhten Mieten: Der Mietspiegel verhindert, dass unangemessen hohe Mietpreise verlangt werden.
Grundlage für Politik und Planung: Die Stadt erhält ein fundiertes Bild des Wohnungsmarktes und kann wohnungspolitische Maßnahmen gezielt steuern.
Kurz gesagt: Der Mietspiegel ist ein Werkzeug, das für Fairness, Verlässlichkeit und Orientierung auf dem Wohnungsmarkt sorgt – und damit für alle Frankfurterinnen und Frankfurter wichtig ist.
Unser Beitrag
Gemeinsam mit dem Institut Wohnen und Umwelt (IWU) aus Darmstadt wurden wir von der Stadt Frankfurt mit der Durchführung der Befragung betraut. Übrigens: Wir führen den Mietspiegel seit 1999 alle 4 Jahre durch. Der aktuelle ist nun der 7. Mietspiegel für IFAK. Für uns ist das Projekt nach wie vor eine spannende Aufgabe, auch weil es bei jedem Mietspiegel zu Innovationen in der Erhebung kommt. Außerdem sind wir mittendrin im Alltag der Stadt, kommen mit den Menschen ins Gespräch und leisten einen Beitrag, damit Frankfurt auch in Zukunft einen verlässlichen Mietspiegel hat.
Oder anders gesagt: Wir helfen dabei, dass der Wohnungsmarkt in Frankfurt fair und transparent bleibt.