API-Studie 2025: Was Hausärzt:innen wirklich lesen – und warum Fachzeitschriften unschlagbar bleiben
Stellen Sie sich vor, Sie sind Hausärztin oder Hausarzt in einer vollgepackten Praxiswoche. Zwischen Patientenversorgung, Abrechnungen und Organisation bleibt kaum Zeit – und doch ist der Bedarf an aktueller, verlässlicher Information enorm.
Welche Quelle schafft es in diesem Alltag, Aufmerksamkeit zu gewinnen und sogar Impulse für das Handeln zu setzen? Genau diese Frage beantwortet die API-Studie 2025.
Ein Rekordjahr für die API-Studie
Noch nie zuvor wurden so viele Ärzt:innen im Rahmen der traditionsreichen Mediennutzungsstudie befragt. Über 1.300 Allgemeinmediziner:innen, Praktiker:innen und Internist:innen haben Einblick in ihr Informationsverhalten gegeben.
Besonders wichtig: Zum ersten Mal wurden auch angestellte Ärzt:innen in Praxen und medizinischen Versorgungszentren befragt. Damit entsteht ein umfassenderes Bild der hausärztlichen Landschaft als jemals zuvor.
Multimedial informiert – aber Print bleibt Herzstück
Die Ergebnisse zeigen ein klares Muster: Hausärzt:innen nutzen eine breite Palette an Kanälen – von Fachzeitschriften über Kongresse und Kollegengespräche bis hin zu digitalen Angeboten.
Doch ein Medium ragt heraus: Fachzeitschriften. Sie sind nicht nur ein verlässlicher Relevanzfilter und bieten Orientierung im Informationsdschungel. Sie sind auch ein Handlungsanstoß:
82 % der Ärzt:innen denken nach der Lektüre über neue Therapieoptionen nach.
77 % besuchen Fortbildungen.
71 % empfehlen rezeptfreie Medikamente.
67 % initiieren neue Angebote für ihre Patient:innen.
Damit wird klar: Fachzeitschriften sind weit mehr als bloße Informationsquellen – sie sind Impulsgeber für die tägliche Praxis.
Treue Leserschaft
Neben den Reichweiten enthält die API-Studie 2025 auch weitere titelspezifische Daten wie die Leser-Blatt-Bindung und Kernleser, die ebenfalls ein Maß für die Bindung zur Zielgruppe und die Relevanz der Titel für deren Informationsbedürfnis sind. So würden mehr als zwei Drittel der Leser jeweils „ihre“ Zeitschrift vermissen, wenn sie nicht mehr erscheinen würde. Im Durchschnitt lesen 40% der Hausärzte konstant (fast) jede Ausgabe „ihres“ Titels.“
Digitale Angebote im Aufwind
Zwar nutzen insbesondere angestellte Ärzt:innen digitale Kanäle intensiver und bewerten viele Touchpoints als relevanter. Doch wenn es um Verlässlichkeit, Orientierung und Reichweite geht, bleiben Fachzeitschriften unangefochten an der Spitze.
Die API-Studie 2025 zeigt: Hausärzt:innen informieren sich multimedial – doch Fachzeitschriften sind der zentrale Knotenpunkt. Sie filtern, sie inspirieren, sie aktivieren.
Für die Kommunikation im Gesundheitswesen bedeutet das: Crossmedial denken.