Vielen Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit!

60 Jahre IFAK Institut

Zukunft leben seit 1958

Das Jahr 2018 steht für uns ganz im Zeichen des 60jährigen Jubiläums. Eine so lange Fir­men­ge­schichte, die in der heu­tigen Zeit nicht selbst­ver­ständ­lich ist, erfüllt uns mit großem Stolz.

Unser Anspruch war von Beginn an, uns kon­ti­nu­ier­lich mit den sich wan­delnden Anfor­derungen unserer Kunden sowie den tech­nischen Mög­lich­keiten wei­ter­zu­ent­wickeln. Unser Motto „Zukunft leben“ heißt für uns, Erfahrung und Inno­vation zu kombi­nieren. Wir setzen zwar heute wie damals auch auf eta­blier­te Methoden der Markt­forschung, haben uns aber nie vor neuen Lö­sungs­an­sätzen gescheut, um ak­tuel­len Pro­blem­stel­lungen unserer Kunden adäquat zu begegnen.

Um Markt­for­schung auf hohem Quali­täts­niveau an­bieten zu können, braucht man vor allem eins: her­vor­ragende Mit­arbei­terinnen und Mit­arbei­ter sowie einen guten Team­geist. Das posi­tive Mit­ein­ander war und ist daher ein wesent­licher Bestand­teil der DNA von IFAK.

Das Gleiche galt auch stets für den Umgang mit unseren Kunden und Partnern. Um die Heraus­for­derungen seiner Kunden verstehen zu können und heraus­ragende Lei­stungen gemein­sam mit seinen Part­nern kreieren zu können, ist ein inten­siver Aus­tausch und eine ver­trau­ens­volle Zu­sam­men­ar­beit un­er­läss­lich.

Daher haben wir uns schon immer als partner­schaft­licher Markt­for­schungs­dienst­leis­ter gesehen, der für und mit seinen Kunden und Part­nern „Zukunft lebt“. Daraus sind Be­zieh­ungen erwachsen, die teil­weise seit mehr als 30 Jahren bestehen.

Für die ver­trauens­volle Zu­sam­men­arbeit möchten wir uns an dieser Stelle ganz herz­lich bei allen Mit­arbeite­rinnen und Mit­arbei­tern, Kunden und Partnern bedanken. IFAK wird auch zukün­ftig für Zu­ver­läs­sig­keit, Partner­schaft­lich­keit, Kom­petenz und Inno­vation stehen und weiter­hin gemein­sam mit Ihnen „Zukunft leben“!



Martina und Jens Winicker,
Geschäftsführer des IFAK Instituts

Wir sind IFAK!

60 Jahre Zukunft leben

Themen von früher und heute

In den 60 Jahren sind durch den kontinuierlichen gesellschaftlichen sowie technologischen Wandel immer wieder neue Forschungsgebiete hinzugekommen und es sind auch wieder Bereiche von der Agenda verschwunden. Die untenstehenden Themen bilden heute die Schwerpunkte bei IFAK und haben zugleich bereits eine längere Tradition bei uns.
Mit den roten Pfeilen links und den Navigationspunkten rechts können Sie durch die Themen navigieren. Durch einen Klick auf die Bilder sehen Sie jeweils einen Vergleich von Früher zu Heute.

  • Früher

    Heute

    Medienforschung früher

    In der Reichweitenforschung liegen die Herausforderungen damals wie heute insbesondere in den methodischen Anforderungen. Die methodischen Ansprüche auf neue technische Möglichkeiten zu übertragen war dabei stets ein großer Anreiz für uns.… mehr

    Wurden zunächst alle Reichweiten noch als persönlich mündliche Interviews auf Papier erfasst, erfolgte die Erhebung mit der Verbreitung von Festnetztelefonen in den 80ern dann zunehmend telefonisch. Hier mussten neben der Implementierung neuer Techniken u.a. auch neue Stichprobenverfahren entwickelt werden. Dieser Trend stagnierte allerdings nach der Wiedervereinigung Deutschlands, denn in den neuen Bundesländern war die Versorgung mit Festnetztelefonen sehr gering. Daraufhin wurden für einige Jahre repräsentative bundesweite Studien wieder persönlich mündlich durchgeführt. Um die Mengen an Daten effizient und zuverlässig verarbeiten zu können, wurden bei IFAK Mitte der 90er Jahre Scanner zum Lesen der Fragebögen eingeführt, die auch heute noch bei großen Studien zum Einsatz kommen, die Paper-Pencil-Erhebung erfordern.

    Auch bei adhoc-Studien wurde in der Medienforschung bereits früh nach Möglichkeiten gesucht, Technik gewinnbringend einzusetzen. So wurde bei IFAK z.B. bereits in den späten 60er Jahren das Leseverhalten von Printmedien untersucht, indem zwei synchron geschaltete Fernsehkameras die Gesichtsausdrücke der Probanden, die Dauer der Beschäftigung usw. beim Lesen einer Zeitschrift aufzeichneten.

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    Medienforschung heute

    Die Herausforderungen im Mediensektor haben sich verändert und sind heute wie in anderen Branchen sehr stark durch die Digitalisierung geprägt. Die zugenommene Vielzahl der Kanäle und das damit verbundene Cross-Media-Verhalten hat zum einen das inhaltliche Forschungsspektrum deutlich erweitert. Wir versuchen daher auch weiterhin, aktuelle Technik sinnvoll in den Forschungsalltag zu integrieren. … mehr

    So haben wir beispielsweise bereits vor 3 Jahren eine App entwickelt, die unter anderem das mobile Medienverhalten von Probanden automatisiert tracken kann. Des Weiteren werden digitale Möglichkeiten auch für die Optimierung von Prozessen genutzt und machen so komplexe Studiensetups überhaupt erst ermöglich. So entwickeln wir zusammen mit Partnern neue Software und Datenbanken, die uns die Durchführung von Projekten wie dem Effektivitätsindikator für Printanzeigen (EFIPA) ermöglichen. Hierfür wurde eigens eine Software entwickelt, die Anzeigenkodierung und Fragebogen zu einem System vereint, so dass die Befragungsdaten direkt mit den Anzeigencharakteristika verknüpft werden können.

    Auf diese Weise greift die IFAK Medienforschung heute auf ein sehr breites methodisches Spektrum zurück. Und natürlich setzen wir heute auch auf die neueste EyeTracking Hardware und haben die alten Fernsehkameras in den wohlverdienten Ruhestand geschickt.

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  • Früher

    Heute

    Konsumforschung früher

    IFAK wurde inmitten des Wirtschaftswunders und den Zeiten des Aufschwungs gegründet. In dieser Zeit wussten die Unternehmen noch wenig bis gar nichts über die Gewohnheiten, die Wünsche und Bedürfnisse von Verbrauchern. So standen Grundlagenforschung und die Bewertung der Absatzsituationen in den jeweiligen Märkten zu dieser Zeit im Vordergrund. Ein Exempel dafür ist der IFAK Index Elektrotechnik, bei dem kontinuierlich 800 Vertragsgeschäfte des Rundfunk- und Elektrohandels zu Absatzzahlen einzelner Produkte befragt wurden. Ein Beispiel aus dem Bereich der Grundlagenforschung ist die breit angelegte Studie „Frau in der Küche“, in der der „Lebens- und Wirkungsraum“ von Frauen in den 60ern erforscht wurde.… mehr

    Die Daten wurden zu dieser Zeit häufig in großen bevölkerungsrepräsentativen Studien mit bis zu 20.000 Interviews pro Monat erfasst. Aber auch qualitative Forschung kam bereits zum Einsatz, wobei die Gruppendiskussionen zu dieser Zeit einem Kaffeekränzchen ähnelten. Im Laufe der Zeit wurden neben den Grundlagenstudien dann auch vermehrt Produkttests durchgeführt. Die Datenerhebung dafür fand direkt in den Wohnzimmern der Verbraucher statt. Im Vordergrund standen bei allen Fragestellungen für lange Zeit die „harten Zahlen“ und die Beantwortung der Frage „Wie viel …?“.

    Auch Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung waren Faktoren, die die tägliche Arbeit bereits seit den 1970er und besonders in den 1980er Jahren stark tangierten. Handelte es sich damals aber, z. B. mit der Volkszählung 1983 um ein rein deutsches Thema, so hat sich dies mit Facebook & Co. mittlerweile globalisiert. Für ehrliche Antworten und eine hohe Teilnahmebereitschaft sah man als Marktforscher aber auch damals schon die Aufgabe darin, glaubhaft und nachweisbar darzulegen, dass Datenschutz eine wichtige Maxime ist.

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    Konsumforschung heute

    Auch wenn sich die Fragestellungen heute im Vergleich zu früher kaum verändert haben, so haben sich die Möglichkeiten in der Datenerhebung und Datenanalyse in den vergangenen Jahren „revolutionär“ entwickelt. … mehr

    Weiterhin wird mittels bewährter Methoden ein Bild von den Verbrauchern erarbeitet. Die Digitalisierung ermöglicht zusätzlich direkte, individuelle, zeit- und ortsunabhängige Zugänge in die Lebenswelten der Verbraucher, die noch detailreichere Bilder ihrer Verhaltensweisen und Bedürfnisse ermöglichen. Wurden bei IFAK Anfang der sechziger Jahre bis zu 20.000 Interviews pro Monat mit Konsumenten zur Ermittlung von Absatzpotenzialen durchgeführt, so erheben wir dank moderner Technik aktuell 200.000 Interviews im Monat oder generieren per Smartphone-Tracking und begleitender Befragung bis zu 80.000 Datenpunkte je Teilnehmer und Tag. Die Qualitätssicherung erfolgt dank permanenter Datenübertragung in Echtzeit. Dauerte die Auswertung und Ergebnislieferung früher mehrere Monate, so liefern wir heute bis zu 5.000 kommentierte und unkommentierte Berichte zeitnah nach Feldende aus oder stellen Ergebnisse und Erkenntnisse in Online Dashboards tagesaktuell zur Verfügung. Häufig werden die erhobenen Daten zusätzlich noch mit Daten aus anderen Projekten oder Datenquellen angereichert.

    Aber auch inhaltlich findet ein Perspektivwechsel statt. Häufig ist die zentrale Fragestellung nicht länger nur „Wie viel“, sondern verstärkt das „Warum“. Interessant ist daher auch die Entwicklung, dass das Prinzip „Alle, nicht jeder“ (einzeln) und die Kunst repräsentativer Ergebnisse zunehmend durch die Einstellung „Jeder, nicht nur alle“ (zusammen) durch die digitalen Entwicklungen ersetzt wird. Darüber hinaus bewegt sich Marktforschung im Consumer & Customer-Bereich durch die Nähe zu den Marketing-Abteilungen der Unternehmen verstärkt im Spannungsfeld zwischen personalisiertem Marketing und dem Schutz der Anonymität.

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  • Früher

    Heute

    Pharmaforschung früher

    Die 90er Jahre waren im Pharmabereich geprägt durch große KPI-, brand-recall-, Call-after-visit- sowie Therapietrackings, die vorzugsweise telefonisch oder face-to-face mit Ärzten durchgeführt wurden. Es war die Hochphase (noch) großer Pharma-Außendienste und ständig neuer Blockbuster-Therapien. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für mehr Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (AMNOG) waren noch Jahre entfernt. … mehr

    Es war auch die Hochphase der qualitativen Feld-Forschung mit durchaus vielen Befragten: So waren Feldstudien deutschlandweit mit einstündigen Tiefeninterviews mit 60-80 Ärzten keine Seltenheit. Die Branche boomte, es herrschte Goldgräberstimmung und bei bestimmten Facharztgruppen konnten Fantasie-Incentives bei den Pharmakunden aufgerufen werden.

    Der Siegeszug der quantitativen Online-Forschung veränderte die Kostenstrukturen dann nachhaltig. Daten konnten schneller, für die Befragten zeitlich flexibler und wesentlich kostengünstiger erhoben und analysiert werden.

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    Pharmaforschung heute

    Auf den quantitativen Online-Hype folgte der Trend zu „Online-Quali“ und zur Datenerhebung via Webcam-Interviews, Online-Chats oder Online-Fokusgruppen: Endlich konnten auch mal Ärzte in Braunschweig, Kiel, Freiburg oder Aachen und nicht immer nur die gleichen Ärzte in den Standard-Teststudio-Orten im Interview beobachtet werden – und dies sogar bequem am Arbeitsplatz des Kunden.… mehr

    MROCs (market research online communities) haben mittlerweile auch die Patientenmarktforschung revolutioniert, da ethnographische, quantitative, qualitative und kreative Elemente miteinander kombiniert werden können. Damit werden sehr tiefe Einsichten in das Leben z.B. chronisch kranker Menschen möglich.

    Die jüngste Gegenwart und die Zukunft gehört den mobilen Befragungen. Kurze sog. Moment-of Truth-Surveys via App auf dem Arzt-Handy direkt nach der Patientenkonsultation fangen die authentischen Gründe einer ärztlichen Verordnungsentscheidung ein. Andere survey-Apps geben fotographische Einblicke von Apothekenkunden oder Klinikpatienten an zentralen offline-Touchpoints. Die vielfältigen digitalen Möglichkeiten haben also auch in der Pharmaforschung längst Einzug erhalten.

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  • Früher

    Heute

    Mobilitätsforschung früher

    Die Abbildung von Reiseströmen bildete den zentralen Inhalt der kontinuierlichen Fluggastbefragung der Lufthansa. 17 Jahre lang war diese Untersuchung mit knapp 5 Millionen Interviews auf allen deutschen Flughäfen Garant für eine dynamische Entwicklung von IFAK. Diese Studie war geprägt von hohem methodischen und organisatorischen Aufwand. An 365 Tagen im Jahr waren IFAK-Interviewerinnen und Interviewer an deutschen Flughäfen im Einsatz. Für für die Verarbeitung und Analyse der Datenmengen mussten spezielle Systeme entwickelt werden. … mehr

    Durch die hohen Anforderungen hat sich eine ausgeprägte Kompetenz im Umgang mit mobilen Zielgruppen und großen Stichproben entwickelt, die auch heute noch Grundlage der täglichen Arbeit ist. Auch für die technischen Entwicklungen bei IFAK war diese Studie ein großer Treiber. Allen Projekten mit mobilen Zielgruppen gemein ist der Wandel vom Papierfragebogen zur digitalen Datenerhebung, zunächst mit PDA, heute mit Tablet PC. Hier hat die Abteilung bereits 2005 Bahnbrechendes in Zusammenarbeit mit Cluetec geleistet, in dem datenbankgestützte Reiseinformationen das Datenmanagement im Sinne einer hohen Qualität und Effizienz wesentlich beeinflusst haben. Seit mehreren Jahren ist dies Standard und wird immer mehr durch webbasierte sowie mobile Systemkomponenten ergänzt.

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    Mobilitätsforschung heute

    Da die Abbildung von Reiseströmen heute nicht mehr durch Befragungen erfolgt, sondern durch digitale Buchungssysteme, wurde die Lufthansa-Studie eingestellt. Ganz anders verhält sich allerdings die Entwicklung von Fluggastbefragungen für Flughäfen. Deren Bedeutung hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Hier werden durch persönliche Interviews Strukturen und Verhalten von Flugreisenden, z.B. in MUC, DUS, CGN und NUE abgebildet. Mit der gewachsenen Expertise in der Luftverkehrsforschung stieg auch der Anteil der direkten Beratungstätigkeit, wie z.B. für den Flughafenverband ADV.… mehr

    Ähnlich verlief auch die Entwicklung für Kunden aus dem ÖPNV. Waren in der Marktforschung für Verkehrsunternehmen bis 2010 vor allem die zielgruppenspezifische Einführung neuer Tickets Gegenstand von Untersuchungen, so hat sich dies stärker in Richtung Wirtschaftlichkeitsbetrachtung verschoben. Auf Basis von Befragungsdaten werden heute nun vielmehr vertiefende Analysen und Wirtschaftlichkeitsrechnungen durchgeführt.

    Auch im Bereich der Infrastrukturforschung hat die Abteilung mit dem aktuellen Forschungsprojekt „Nichtwohngebäude“ neues Land betreten. Im Kern unterscheidet sich die Studie von anderen IFAK-Projekten dadurch, dass keine Probanden nach Meinungen, Verhalten, Bedürfnissen und Co. befragt werden, sondern eine (energetische) Bestandsaufnahme der Ausstattung von Nichtwohngebäuden und gewerblich genutzter Gebäude in ganz Deutschland erfolgt.

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  • Früher

    Heute

    Quantitative Forschung früher

    Breit angelegte Bevölkerungsumfragen in den 60er Jahren haben die Messlatte in der quantitativen Forschung bei IFAK schnell hoch gelegt. Ab 1965 wurden für einzelne Untersuchungen bereits bis zu 20.000 Interviews monatlich verwirklicht. Neben diesen Erhebungen wurden auch zwei Haushalts- bzw. Bevölkerungsumfragen in Form von Omnibussen durchgeführt. Breit angelegte Erhebungsreihen gaben Informationen über Geschmackstendenzen, Vorlieben für Wohnungseinrichtungen, die Rollenverteilung im Haushalt usw., die zu der Zeit noch rar waren. Ab 1977 war IFAK dann erstmals bei der MA (Media-Analyse) dabei, die auch heute noch zu den methodisch anspruchsvollsten Studien zählt.… mehr

    Methodisches Know-How und auch Organisationstalent waren somit schon in frühen Jahren gefordert, um Kunden auf Basis repräsentativer Daten beraten zu können. Diese Fähigkeiten wurden über die Jahre in vielen Studien kontinuierlich weiter ausgebaut. Neben großen Bevölkerungsumfragen, Reichweitenstudien oder kontinuierlichen Kundenbefragungen waren aber auch Adhoc-Studien für unterschiedlichste Unternehmen von Beginn an Teil des Tagesgeschäftes.

    Zunächst wurden die Daten hauptsächlich mit persönlich mündlichen Interviews oder als postalisch schriftliche Befragung auf Papier erhoben, die aufgrund der Masse später auch mit speziellen Scannern erfasst wurden. Ab den 80er Jahren wurde durch die hohe Festnetz-Penetration dann verstärkt auf telefonische Umfragen gesetzt. Die Auswertung von Daten wurde dabei bis Mitte der 80er Jahre mit Lochkarten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden von den Papierfragebögen von Lochkartenlocherinnen mit einer speziellen Maschine, die einer Schreibmaschine ähnelte, auf die Lochkarten übertragen. Die Karten wurden dann von einem Lesegerät ausgelesen.

    Die Aufbereitung der Daten fand dann auch nicht mit Powerpoint oder Dashboards statt, sondern die Berichte wurden gezeichnet oder in Koordinatensysteme eingetragen. Der Zeitaufwand für die Datenverarbeitung war also noch ein ganz anderer als heute. Die ersten Computer sind zwar nicht mit den Heutigen zu vergleichen, brachten aber schon eine deutliche Erleichterung mit sich. In den vergangenen Jahren sind die Möglichkeiten der Datenerhebung und -verarbeitung dann enorm gestiegen.

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    Quantitative Forschung heute

    Die letzten beiden Jahrzehnte standen in der Marktforschung deutlich im Zeichen des technischen Wandels. Auch zuvor schritt die Technik schon unaufhaltsam voran, aber die Geschwindigkeit hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. In einigen Bereichen der quantitativen Forschung hat die Technik „nur“ zu Vereinfachungen geführt. Andere Bereiche sind komplett neu entstanden.… mehr

    Bei Face-to-Face Umfragen z.B. ist Paper Pencil zunächst mehr und mehr den Laptops und PDAs gewichen. Heute nutzen die Interviewer vorwiegend Tablets. Die Technik hat also vereinfacht und Kosten gespart, aber die Fragebögen wurden nur geringfügig verändert. Ähnlich verhält es sich mit telefonischen Umfragen, die schon seit den 90ern computergestützt (CATI) laufen. Hier sind es eher veränderte rechtliche Bedingungen, die zu Veränderungen geführt haben. IFAK hat mit der rilaton GmbH eine Tochtergesellschaft zur Erhebung telefonischer Studien gegründet.

    Es sind mit der Verbreitung des Internets aber auch Erhebungsmethoden hinzugekommen, die eine umfassendere Anpassung bisheriger Vorgehensweisen erforderten. Bei mittlerweile etablierten Onlineumfragen, auf die IFAK bereits seit 1999 setzt, konnte nicht einfach nur ein bestehender Fragbogen auf das Onlinemedium übertragen werden. Das gilt auch für mobile Umfragen, die in den letzten Jahren mit der hohen Smartphone-Penetration an Bedeutung gewonnen haben. Hinzu kommt, dass diese Medien nicht nur dazu genutzt werden können, Menschen zu befragen. Durch Social Media kamen neue Informationsquellen hinzu und das Mobiltelefon hat unzählige Sensoren, die als Datenquelle genutzt werden können. Mit der erhöhten Rechenpower der heutigen Server und Computer können so umfangreiche neue Erkenntnisse aus sehr großen (bestehenden) Datenmengen gewonnen werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Vielfalt der Datenquellen und Erhebungsmethoden hat stark zugenommen und die Kunst besteht heute darin, diese miteinander zu kombinieren.

    Auch wenn die Tendenz in der Marktforschung in den vergangenen Jahren zum Teil zu schnellen, kostengünstigen Lösungen ging, so ist der Anspruch bei IFAK immer noch die Beratung unserer Kunden auf Basis belastbarer Ergebnisse. Dieser Anspruch steckt weiterhin in unserer DNA, auch wenn wir stets nach neuen Lösungen suchen, die den Herausforderungen unserer Kunden gerecht werden.

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  • Früher

    Heute

    Qualitative Forschung früher

    Im Ursprung beschäftigte sich qualitative Forschung eher mit der Interpretation und Inhaltsanalyse von Schriften. Die klassischen, auch heute noch beliebten Methoden wie das Leitfadeninterview, das narrative Interview oder die Gruppendiskussion kamen erst etwas später dazu, haben aber seither nie an Bedeutung verloren. … mehr

    Und im weiteren Verlauf der Entwicklung wurden neue offline Methoden ins Leben gerufen: So z.B. der begleitete Einkauf, Delphi-Studien, das Psychodrama, Eye Tracking Untersuchungen oder auch bestimmte Variationen der Klassiker Einzelexploration und Gruppendiskussion: Die Experteninterviews, Paar- oder Peer-Interviews und die Workshops (mit und ohne Anwesenheit des Auftraggebers).

    Um die qualitative Forschung auch für den Teilnehmer interessant zu gestalten und die Gefahr der Rationalisierung auszuschalten oder wenigstens zu minimieren, folgte dann die Übersetzung der Forschungsfrage in Leitfäden mit Gamification-Elementen.

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    Qualitative Forschung heute

    Heute hat die qualitative Marktforschung längst die Online-Welt erobert und ist dabei, sich auch mobil auszubreiten. Begonnen hat die Digitalisierung der psychologischen Marktforschung mit der Einführung von (Video-)Chats, die es sowohl den Forschern als auch den Befragten erlauben, regional unabhängig miteinander in Austausch zu treten. … mehr

    Der Anspruch, Verbraucher/Shopper so authentisch wie möglich zu erfassen und sie situativ betrachten zu können, gepaart mit den Möglichkeiten der Online- und Mobile-Welt eröffnet der Marktforschung ganz neue Möglichkeiten: In Market Research Online Communities können Teilnehmer orts- und zeitunabhängig ausführlich über ihre Gewohnheiten, Einstellungen und Bedürfnisse diskutieren, Produktideen entwickeln oder bewerten, Werbematerial evaluieren oder auch selbst gestalten. Begleitend dazu kann im Rahmen von mobile Diary-Studien punktgenau und unmittelbar aus der konkreten Situation heraus der Umgang oder Konsum mit Produkten dokumentiert werden, ohne dass ein Interviewer die Situation verzerrt oder der Konsument sein Verhalten retrospektiv anders bewertet.

    In der Anonymität der Online-/Mobile-Welt kann der Konsument sein gesamtes Verhalten bedenkenlos offenlegen und damit Einblicke gewähren, die früher schwer möglich waren. Die digitale psychologische Forschung verknüpft damit zwei wichtige Aspekte der heutigen Marktforschung: So nah wie möglich an den Menschen herankommen und gleichzeitig seine Persönlichkeit schützen. Der Weg in und durch die digitale Welt der Marktforschung ist gerade erst am Anfang und eröffnet auch in Zukunft noch viele weitere Möglichkeiten, den Menschen hinter dem Konsumenten in seiner Ganzheitlichkeit zu erfassen. Die offline Methoden geraten dabei nicht in den Hintergrund, sondern werden in optimaler Weise mit den online Methoden verknüpft, um die komplexen Fragestellungen der heutigen Zeit umfassend zu beantworten.

    … weniger

  • Historisches Marktforschungswissen
    Was ist ein Elek­tro­nen­tachis­tos­kop?
    Ein Elektronentachistoskop (griech.: táchistos = sehr schnell und skopeĩn = betrachten) war ein elektrisches Steuergerät, das es ermöglichte, Dias für extrem kurze Zeit zu präsentieren. Vor der Einführung elektronisch gesteuerter Geräte bediente man sich hierfür zunächst manuell bedienbarer Verschlusskappen.

    Im Onlinezeitalter hat man dafür heute andere Möglichkeiten. Die Idee war aber damals wie heute, durch die kurzen Einblendezeiten Werbemotive, Slogans etc. möglichst realitätsnah auf ihre Wirkung hin zu untersuchen. IFAK setzte Tachistoskope bereits in den 60er Jahren ein.

    Lösung
  • Historisches Marktforschungswissen
    Was wurde bis Mitte der 80er zur Datenverarbeitung eingesetzt?
    Das in der Marktforschung am weitesten verbreitete Zählverfahren war lange Zeit die Lochkarte! Die Antworten der Probanden wurden vom Fragebogen auf eine Lochkarte aus Karton übertragen, indem jede Frage eine Spalte auf der Karte einnahm und je nach Antwort bestimmte Lochungen in der Spalte vorgenommen wurden – also z.B. Loch = ja, kein Loch = nein. Die Lochungen wurden mit einem Lochkartenlocher vorgenommen – ein Gerät, das einer Schreibmaschine ähnelte. Mit einer speziellen Zählmaschine wurden die Ergebnisse dann ausgezählt. Während die Lochkarten robust und einfach zu fertigen waren, war der Nachteil eine eher geringe Lesegeschwindigkeit. Zeit hatte hier aber auch noch eine andere Bedeutung als heute.
    Lösung
  • Historisches Marktforschungswissen
    Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Laddering“?
    Laddering ist eine spezielle Interviewtechnik aus der qualitativen Forschung, die bereits in den 1980er Jahren etabliert wurde und auch heute noch zum Einsatz kommt. Das Ziel bei Laddering ist, durch gezieltes Nachfragen die Zusammenhänge zwischen Produkten bzw. ihren Eigenschaften und dem von den Probanden jeweils subjektiv erwarteten Nutzen aufzudecken.

    Dafür wird nach der Abfrage der Wichtigkeit einzelner Eigenschaften solange mit „Warum-Fragen“ (z.B. Warum ist Ihnen der Preis wichtig?) gearbeitet, bis keine tiefere Antwortebene mehr erreicht wird. Auf diese Weise ist es möglich, sehr tief in die Gedankenstrukturen der Probanden vorzudringen und verdeckte Motive und Einstellungen aufzudecken.

    Lösung
  • Historisches Marktforschungswissen
    Seit wann gibt es Eyetracking?
    Während die modernen Eyetracking-Systeme von heute erst zu Beginn unseres aktuellen Jahrhunderts entwickelt wurden, bestand die Idee, Augenbewegungen durch direkte Beobachtung zu erfassen bereits im 19. Jahrhundert (Quelle: Wikipedia)!

    Bei IFAK erhielten frühe Formen des Eyetrackings in den 60er Jahren Einzug. Das Verhalten beim Lesen von Zeitungen wurde so untersucht, dass Gesichtsausdruck und Dauer der Beschäftigung mit den einzelnen Abschnitten einer Zeitung durch zwei Fernsehkameras festgehalten wurden, die synchron geschaltet waren. Die Auswertung der Bänder und Filme ließ genau erkennen, wie lange sich der Leser mit den einzelnen Abschnitten beschäftigt hatte.

    Lösung
  • Historisches Marktforschungswissen
    Welchen Einfluss hatte die Wieder­ver­eini­gung auf die Datenerhebung?
    Nachdem in den 80er Jahren klar wurde, dass die meisten Haushalte über Festnetztelefone verfügten, wurden viele Studien nicht mehr persönlich mündlich sondern telefonisch erhoben. Dieser Trend wurde mit der Wiedervereinigung dann aber zunächst gestoppt, denn in den neuen Bundesländern war die Versorgung mit Festnetz sehr gering.

    Daher wurden für einige Jahre repräsentative bundesweite Studien wieder persönlich mündlich durchgeführt. Um die Mengen an Fragebögen gut und zuverlässig verarbeiten zu können, wurden bei IFAK Mitte der 90er Jahre Scanner zum Lesen der Fragebögen eingeführt.

    Lösung

60 Jahre Zukunft leben

Meilensteine der IFAK-Geschichte

  • 1958

    Gründung durch Familie Ketels

    Mitten im Wirtschaftswunder gründeten Dr. Gudrun und Andreas Ketels 1958 das IFAK Institut in Wiesbaden. Marktforschung war damals in Deutschland wenig bekannt. Denn vor dem 2. Weltkrieg gab es so gut wie keine Forschung. Der Staat glaubte damals zu wissen, was die Menschen wollen. Erst mit der Demokratie etablierte sich auch die Markt- und Meinungsforschung. Andreas Ketels, der zuvor als Marktforscher bei Emnid tätig war, wurde vor allem durch die persönlichen Kontakte zu Unternehmern, Verkaufs- und Werbeleitern sowie betrieblichen Marktforschern dazu bewogen, das IFAK Institut ins Leben zu rufen.

    Damit stand von Anfang an die Zielsetzung fest: Das IFAK Programm umfasste das gesamte Gebiet der quantitativen und qualitativen Markt- und Sozialforschung. Der Fokus der Forschung war darauf ausgerichtet, die Absatzpotenziale in den verschiedenen Branchen zu ermitteln.

  • 1966

    Aufstieg zum größten Institut Deutschlands

    Ab den 60er Jahren entstand die IFAK Gruppe. So gehörte seit 1962 die Tochtergesellschaft inpro (Institut für Investitions- und Produktionsgütermarktforschung) in Wiesbaden zu 100 Prozent der Familie Ketels. Auch beteiligte sich das Ehepaar 1966 zu 51 Prozent an Deutschlands ältestem Marktforschungsinstitut Emnid sowie an der Gesellschaft Intermarket.

    Mit diesem Erwerb wurde IFAK zum größten Marktforschungsunternehmen Deutschlands mit einem Jahresumsatz von ca. 9 Mio. DM, 100 Festangestellten und 1.500 Interviewern.

  • 1978

    Umzug nach Taunusstein

    In Wiesbaden waren in den Anfangsjahren schon 45 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Für die Forschungsarbeiten standen dem Institut darüber hinaus fest verpflichtete Berater auf den Gebieten der Betriebswirtschaft, der Psychologie und der Werbung zur Verfügung.

    1966 war IFAK – auch was die Mitarbeiterstärke angeht – zu einem der größten Institute in Deutschland herangewachsen. Für die nun mehr 100 Personen, die  bei IFAK beschäftigt waren, wurden die Räumlichkeiten zu klein. 1978 stand der Umzug ins benachbarte Taunusstein an – in den 70er Jahren noch fast auf der grünen Wiese.

  • 1990

    Einrichtung des ersten Telefonstudios

    Nachdem in den 80er Jahren die Penetration mit Festnetz und Telefonen in den deutschen Haushalten immer weiter gestiegen war, wurden viele Studien zu dieser Zeit von persönlich mündlicher Erhebung auf telefonische Erhebung umgestellt.

    IFAK reagierte darauf 1990 mit der Einrichtung eines eigenen Telefonstudios in Taunusstein. 1999 wurde in Kaiserlautern ein weiteres Studio eröffnet, in dem u.a. spezialisierte Interviewer für den Pharmabereich arbeiteten.

  • 1994

    Übernahme durch Jens und Martina Winicker

    Im Januar 1994 wurde IFAK von Jens und Martina Winicker übernommen. Beide waren zuvor bei der GfK in Nürnberg tätig. Während Jens Winicker spezialisiert war auf Pharmaforschung, hatte Martina Winicker langjährige Erfahrung in der Medienforschung. Damit waren die Voraussetzungen für Kontinuität in diesen beiden „traditionellen“ IFAK-Forschungsfeldern gegeben.

    Kontinuität, die Beibehaltung von thematischen Forschungsschwerpunkten mit inhaltlicher und methodischer Weiterentwicklung – das war einerseits das Ziel der neuen Inhaber und Geschäftsführer Jens und Martina Winicker; andererseits wollten beide auch neue Akzente setzen, um das Dienstleistungsportfolio markt- und kundengerecht zu erweitern.

  • 2001

    Bezug des Neubaus in Taunusstein

    Nachdem das Institut in den 90er Jahren weiter gewachsen war und neben neuen Themenfeldern auch die Internationalsierung vorangetrieben wurde, wurde der Platz im alten Gebäude zu klein.

    So wurde das bestehende Gebäude um weitere Räumlichkeiten erweitert. Integriert wurde hier auch ein neues, moderneres Telefonstudio. Damit waren die räumlichen Voraussetzungen für eine weitere Expansion gegeben.

  • 2008

    Eröffnung des Büros in der Ukraine

    Schon im ersten Jahr nach der Übernahme durch Jens und Martina Winicker wurde die internationale Forschung ein Thema für IFAK. Immer häufiger brauchten Kunden z.B. Mehrländerstudien.

    Bereits 1995 gewann IFAK mit der Mitgliedschaft bei Intersearch daher Kooperationspartner in vielen Ländern. Die sukzessive Öffnung Osteuropas und der damit gestiegenen Nachfrage nach Zahlen aus diesen Ländern führten dann zu einem weiteren Ausbau internationaler Forschungstätigkeiten. Daher wurde Anfang 2008 unser Büro in Kiew eröffnet, um von dort aus den osteuropäischen Markt bedienen zu können.

  • 2013

    Gründung der Tochtergesellschaft rilaton GmbH

    Im Jahr 2013 wurden sämtliche Telefonerhebungen in die 100% Tochtergesellschaft rilaton GmbH ausgegliedert. Der Sitz und das Telefonstudio sind weiterhin in den Räumlichkeiten IFAKs in Taunusstein. Mit der Gründung erfolgte der Wechsel hin zur hundertprozentigen Festanstellung aller Interviewer. Dieser Schritt erfolgte, da die Anforderungen an CATI-Erhebungen gestiegen sind und Interviewer sehr gut ausgebildet sein müssen, um Befragte zur Teilnahme zu gewinnen und um die projektspezifischen Inhalte und Besonderheiten zu beherrschen.

    rilaton kooperiert aus diesem Grund auch sehr eng mit dem Interviewer-Center Telematrix in Mainz, an dem Jens und Martina Winicker 2018 50 Prozent der Anteile übernommen haben.